Helgoland – „Welkoam iip Lun!“
Michael war da – auf Helgoland, dem rauen Diamanten mitten in der Nordsee, umgeben von nichts als Meer.
Trutz, blanke Hans!
Drei Tage hat er auf dieser eigentümlichen Insel verbracht, die oft als einzige Hochseeinsel Deutschlands bezeichnet wird. Das Festland ist etwa 60 km entfernt. Die Luft, die man auf Helgoland atmet, ist eine andere. Rein, salzig, pur. Viel Natur, Meeresluft und – keine Autos! Und das ist nicht alles, was diesen Ort so speziell macht. Die bunten Häuschen, die durchdachte Architektur, eine bewegte Geschichte (im 2. Weltkrieg wurde Helgoland komplett zerstört!) mit schrägen Mythen und noch viel mehr gehören zu Helgoland wie die wirklich steife Brise, die Michael schon am ersten Tag ordentlich Respekt eingeflößt, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase einfach nur noch Spaß gemacht hat. „Trutz, blanke Hans” kann man dann rufen, wie Jochen, der ja ein Kind des Nordens ist, erklärt. Trutz, das heißt „Gegenwehr, Widerstand”, und „blanke Hans” wird im friesischen die Nordsee genannt.
Uluru in der Nordsee und Würste aus dem Meer
Als Michael so von Cuxhaven aus übers Meer geschippert ist – das geht übrigens auch von Hamburg aus! – und irgendwann Helgoland am Horizont auftauchte, poppte sofort der Gedanke an den Uluru in Australien auf. So rötlich und beeindruckend ragen die 40 bis 60 Meter hohen Sandsteinklippen – das sogenannte Oberland – aus dem Meer hervor. Die sogenannte „lange Anna” ist dabei sogar eines der Wahrzeichen Helgolands. Die Fläche Helgolands misst dabei gerade mal 1,7 km².
Vom Oberland aus kann man einen sensationellen Blick genießen. Was dabei besonders auffällt: Die Düne. Bis 1721 war sie mit Helgoland verbunden. Eine Sturmflut machte sie dann zur Nebeninsel, die man via Fähre besuchen kann. Und das sollte man unbedingt tun! Bestenfalls mit Führung. Denn hier gibt es nicht nur wunderschönen Sandstrand, sondern auch Kegelrobben und Seehunde, oder wie Michael sehr poetisch sagt: „Würste aus dem Meer”. Schön. Das wird nur noch übertroffen von den Trottellummen. Die heißen tatsächlich so, leben allerdings – gemeinsam mit anderen Lummen – nicht auf der Düne, sondern auf einem der Felsen des Oberlands, dem Lummenfelsen, der sogar zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.
„Meer Tipps“
Helgoland ist nicht nur in den warmen Monaten besuchenswert. Gerade der Herbst eignet sich wunderbar für ein paar Tage Inselflucht. Den Blick auf die Wettervorhersage kann man sich so oder so sparen. Das Wetter wechselt hier schnell. Helgoland eignet sich wunderbar für Familienurlaube. Aber gerade im Herbst finden auch alle, die ein wenig selbstgewählte Einsamkeit und Stille suchen eben genau das. Jochen empfiehlt – sofern es das Wetter zulässt – sich einmal flach auf den Boden zu legen, innerhalb der kleinen Einbuchtungen auf den Grünflächen des Plateaus. Windstille. Weite. Atmen. Muss das schön sein …
Und um das Kulturelle nicht zu kurz kommen zu lassen: Michael legt Helgolandbesucher*innen unbedingt die Bunkerführung nahe. Die schien wirklich toll zu sein und mir erstaunlichen Geschichten über Helgoland zu überraschen. Ein paar davon reißt er für Euch in dieser neuen Reisen-Reisen-Folge an und verrät außerdem, was es mit den märchenhaft klingenden Bezeichnungen „Ober-, Mittel-, Unterland” auf sich hat.
Reif für die Insel?

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Bleibt gesund und nehmt Rücksicht aufeinander.
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Diese Podcast-Folge entstand mit freundlicher Unterstützung des Helgoland Tourismus Service https://www.helgoland.de/. Unsere Recherchen sind dadurch in keiner Weise beeinflusst.
Der Beitrag Helgoland – „Welkoam iip Lun!“ erschien zuerst auf Reisen Reisen - Der Podcast.











