Hey ,
bei Reisen Reisen haben wir ständig mit Menschen zu tun, die sehr mutige Dinge tun. Alleine reisen gehört für mich unbedingt dazu. Jeder scheint es ständig zu tun und nichts dabei zu finden - allen voran Jochen und Michi. Den ganzen Tag tun und lassen, wonach mir der Sinn steht, ein drittes Mal im Conceptstore nach dem schönen Armband schauen und im Kino in einem melancholischen Film versinken, den keiner mit mir sehen will - klingt schon verlockend! Auf der anderen Seite: Alles selbst organisieren und allein im Restaurant sitzen? Stelle ich mir anstrengend vor. Das Gespräch mit Moderatorin Sabine Heinrich, die nach einem soften Einstieg Feuer und Flamme fürs Alleinereisen ist, hat mir noch einmal Mut gemacht. Sie hat natürlich völlig recht: Was soll schon passieren? Schlimmstenfalls ist es nicht mein Ding. Bestenfalls habe ich die Zeit meines Lebens. Ich glaube, ich bin ready!
Du auch?❤️🔥
Sonja & das ganze Reisen Reisen Team
P.S.: Bist Du schon mal allein gereist? Was war Deine schönste, lustigste oder lehrreichste Erfahrung? Ich würde mich riesig über Post von Dir freuen! Schreib mir einfach an sonja@reisen-reisen-der-podcast.de 💌
Und das ist heute drin für Dich:
🎙️Alleine reisen mit Sabine Heinrich
💡Gute Gründe, allein zu verreisen von Jochen
🎯 4 Ziele für Einsteiger*innen
🍰 Long Weekend: Wien
🌏 Tag der offenen Tür bei erlebe
📖 Roadtrip-Bücher für kalte Tage
Im Interview: Sabine Heinrich
Geht’s morgen nach Laos oder nach Vietnam? Warum sie das Alleinreisen liebt und Du es unbedingt mal ausprobieren solltest (falls noch nicht geschehen), verrät Dir Journalistin, Moderatorin und Autorin Sabine Heinrich.




RR: Wie hast Du das Alleinreisen für Dich entdeckt?
Sabine: Zugegeben hatte ich einen soften Einstieg. Mein Exfreund war für seinen Job sehr viel unterwegs und ich bin dann oft hinterhergereist. So kam ich nach China. Das war mein erster Solo-Flug. Weil er unfassbar viel arbeiten musste, konnte er mich auch nicht vom Flughafen abholen. Er hatte zwei Wochen lang wirklich gar keine Zeit, so dass ich weitestgehend alleine in Peking unterwegs war. Das war richtig toll und intensiv. Das hat Mut gemacht und so bin ich später ganz alleine für vier Wochen nach Süd-Ost-Asien gereist.
RR: Was magst Du daran?
Sabine: Das Ungeplante. Ich bin grundsätzlich kein Mensch, der Tische in Restaurants vorreserviert oder eine Reise komplett durchplant - es kann ja immer mal was “noch Schöneres” dazwischen kommen. Diese Form der Freiheit liebe ich. Das muss man wollen und können und ich verstehe, wenn das einigen Unbehagen bereitet, aber mich würde alles andere stressen. So habe ich meistens wirklich nur die erste Nacht am neuen Ort reserviert, aber dann ein leeres Blatt vor mir.
RR: Hat die Erfahrung Dich verändert?
Sabine: Unbedingt. Ich war allein unterwegs, aber dabei niemals einsam.
RR: In welchem Moment hast Du das Alleinreisen besonders genossen?
Sabine: Als ich in Kambodscha in einem Liegestuhl saß und überlegt habe: und morgen früh? Geht’s nach Laos oder nach Vietnam? Darüber muss ich heute noch lachen. Das war wirklich, als würde ich mich fragen: Gehe ich jetzt in den einen Supermarkt oder in den anderen? Da war eine so herrliche Leichtigkeit in mir, an die ich gerne zurückdenke. Keine Entscheidung ist falsch, es sei denn, Du triffst sie nicht.
RR: Warst Du schon mal „lost“?
Sabine: Natürlich. Ich saß auf einem Bürgersteig und hatte Kummer. Und dachte, wie gut es jetzt wäre, wenn jemand an meiner Seite wäre, der sagt: Komm, steh auf. Wir gehen jetzt einen lustigen Hut kaufen und machen weiter. Da war aber niemand und so saß ich da eine gute Stunde, vielleicht auch länger. Und irgendwann bin ich aufgestanden, hab mir einen lustigen Hut gekauft und hab weitergemacht. Großer Moment in meinem Leben: selber wieder aufstehen.
RR: Was rätst Du anderen, die sich noch nicht so richtig trauen?
Sabine: Einfach machen! Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Dass man nicht in den Flow kommt? Und dann? Ist das auch eine wertvolle Erfahrung. Man kommt nie so zurück, wie man losgefahren ist. Ich führe seit über 20 Jahren Reisetagebuch - das ist täglich ein schöner Dialog mit mir selbst und wenn ich es heute lese, dann freue ich mich noch immer und kann mich noch besser an die Situation erinnern.
RR: Welches Ziel ist ein guter Start?
Sabine: Süd-Ost-Asien ist schon ein gutes Ziel, auch als Frau. Aber ich würde die eigene Landkarte befragen: Wo möchte ich unbedingt mal hin? Das kann ums Eck oder sehr weit weg sein.
10 gute Gründe, allein zu verreisen - von Jochen
Freiheit: Du kannst DEINE Reise genau so planen wie DU es willst.
Keine Kompromisse: Wenn Du plötzlich Hunger hast: Iss! Wenn Du nochmal die gleiche Straße runtergehen willst: Tu es! Wenn Du alle Pläne über den Haufen wirfst, um spontan Deinem Instinkt zu folgen: Mega! Nur Du bestimmst.
Kleine Welt: Dank Social Media oder Internet-Telefonie kannst Du schnell mit „Zuhause“ sprechen oder Deine Liebsten digital mitnehmen.
Lernen fürs Leben: Ja, es kann anfangs sein, dass Du Dich mal allein fühlst. Aber wenn Du diese Hürde genommen hast, bist Du beim Erfüllen Deiner (Reise-)Träume nie mehr auf andere angewiesen.
Intensität: Die Highlights, die Du Dir alleine erarbeitest, werden Dich ganz besonders berühren – und lange nachhallen.
Keine Sorge, Teil 1: Nein, es wirkt nicht seltsam, wenn jemand allein unterwegs ist, allein isst oder ins Kino geht. Und wer so denkt, ist sowieso niemand, den Du kennenlernen möchtest.
Neue Bekanntschaften: Tatsächlich wirken zwei Menschen an einem Tisch, in einem Bus oder an einer Attraktion eher wie ein geschlossene Gruppe als eine Person.
Kleine Schritte: Du musst nicht mit einem dreimonatigen Irrsinns-Trip durch Afrika anfangen (wie ich). Starte mit einem oder zwei Tagen in einer Stadt in Deiner Nähe!
Keine Sorge Teil 2: Entgegen mancher Annahme gibst Du Dein Gehirn nicht an einer Staatsgrenze ab. Natürlich musst Du Dich vorbereiten, aber das Wichtigste ist, vor, während und nach Deiner Reise: ein gesunder Menschenverstand.
Muss? Gibt’s nicht! Wenn Alleinereisen nicht Dein Ding ist - kein Problem! Auf jeden Fall kommst Du mit einer Erfahrung reicher nach Hause.
4 Ziele für Einsteiger*innen
Emotional bist Du bereit. Jetzt fehlt nur noch das Ziel? 4 Vorschläge!





Deutschland: Deutschland ist ein wunderbares Ziel für Deine erste Reise allein: Du bist in Deiner vertrauten Sprache unterwegs, kannst Dich mit Bahn, Bus oder Auto einfach bewegen und bist weder örtlich noch emotional weit weg von zu Hause entfernt. UND Deutschland hat für jeden Geschmack etwas zu bieten - ob eine Auszeit in der völlig unterschätzten Saale-Unstrut-Region oder Strandurlaub auf Borkum!
Irland: Die grüne Insel liegt nur einen kurzen Flug entfernt, Du kannst Dich unkompliziert in Englisch verständigen, Orte wie Galway, Killarney oder Dingle sind überschaubar und haben trotzdem viel Atmosphäre. Und alleine im Pub zu sitzen ist völlig normal - zumindest für die ersten paar Minuten, denn die Iren sind ein offenes und freundliches Völkchen. Eine unkomplizierte Möglichkeit, in Gesellschaft zu sein, wenn Dir danach ist!
Portugal: Portugal gehört laut Global Peace Index auch 2026 wieder zu den sichersten Ländern der Welt (Platz 7, auf Platz 1 steht Island, Deutschland auf Platz 28). Der Camino Portugués startet an der Kathedrale in Porto, das ein Magnet für Menschen aus aller Welt ist. Vorteil: Auf dem Pilgerweg kannst Du selbst entscheiden, ob Du allein bleiben oder Gesellschaft haben möchtest. Für mehr Sicherheit buchst Du die Unterkünfte einfach schon vor!
Japan: Klingt erstmal sehr weit weg. Doch durch seine freundlichen, hilfsbereiten Menschen und die sensationelle Infrastruktur ist Japan bestens fürs Alleinreisen geeignet (Jochen kann’s bestätigen). Das echte Japan ohne Orga-Stress kannst Du mit unserer Reisen Reisen-Reise entdecken, bei der Du in familiären Unterkünften wohnst und als Back-up eine 24/7-Betreuung von “erlebe” hast. 7. und 8. November ist Tag der offenen Tür 👇!
Städte-Trips: Vielleicht die beste Option fürs erste Mal - mit einem Städte-Trip übers Wochenende starten! Da findest Du schnell heraus, ob das Alleinreisen überhaupt etwas für Dich ist. Der Zeitraum ist überschaubar und wenn Du ganz entspannt starten möchtest, wählst Du einfach ein Ziel in der Nähe. Oder Wien!
Long Weekend: Wien
Wien ist mit seinen Kaffeehäusern, Museen und nicht zu vergessen seinem Soul-Food der perfekte City-Trip für den Winter. Unbedingt genug Zeit zum Herumsitzen, Leute beobachten & Kaffeetrinken einplanen!
Schön schlafen
Der privat geführte Kärtnerhof ist das kleinste Grandhotel Wiens. Mir hat die Lage im 1. Bezirk und der Mix aus Wiener Jugendstil und modernem Komfort super gefallen! Michis Tipp: Das 25 Hours Hotel Museumsquartier - cooles Design-Hotel in bester Lage, das in Wien unter dem Motto “Zirkus” steht.
Richtig gut essen
Das Schwarze Kamel ist Bar, Café, Restaurant und Wohnzimmer in einem und ein toller Ort, um bei einem Veltliner an der geschwungenen Holztheke ins Gespräch zu kommen und gute Wien-Tipps abzustauben. Schon allein wegen der Marillenpalatschinken musst Du hin! Wiener Würstchen sind natürlich ein Muss - die kultigsten gibt’s am Würstelstand in der Pfeilgasse (Tipp von Jochen) und das für mich allerbeste Wiener Schnitzel mit fluffigster Panade bei Skopik & Lohn. Nach dem Bummel noch auf ein Schnittchen und ein Pfiff bei Trzesniewski vorbeischauen? Dicke Empfehlung!
Vierte Mahlzeit
Freunde der gepflegten Wiener Kaffeehaus-Kultur sind im Central (Sigmund Freud und Revoluzzer Leo Trotzki gingen hier ein und aus) und dem Landtmann gut aufgehoben. Die allerbeste vierte Mahlzeit hatte Michi im Café Eiles mit großem veganen Angebot und im phil, das gleichzeitig auch ein Buchladen ist. Einen Drink mit Wow-Effekt gibt’s in der wunderschönen Jugendstil-Bar The Bank (Tipp einer Wienerin im Kamel). Wenn Du eher auf Club-Atmosphäre stehst, schau in der krypt.Bar vorbei!
Kultur - alt & neu
Von Dürer über Monet bis Bacon - die Albertina ist wirklich kein Geheim-Tipp, hat aber sooo viel zu bieten, dass sie mit rein muss. Beeindruckt und berührt hat mich der barocke Prunksaal der Nationalbibliothek, der zu den schönsten Bibliothekssälen der Welt gehört und die Ausstellung mit den wunderschönen Atlanten und Globen. Im Werkstätten- und Kulturhaus WUK in einem Fabrikgelände im 9. Bezirk kannst Du eigentlich das ganze Wochenende verbringen - ein Mikrokosmos mit außergewöhnlichen Events, Konzerten, Ausstellungen und spannenden Projekten!
Extra-Tipp: In Deutschland losfahren und in Wien aufwachen - Michi ist dank seiner Fahrt mit dem Nachtzug bestens ausgeschlafen angekommen.
Am 7. oder 8. November noch nix vor?
Dann haben wir einen klasse Tipp für Dich: Lerne unsere Freunde von erlebe beim Tag der offenen Tür in Krefeld kennen!
erlebe - da klingelt was bei Dir? Richtig, mit “erlebe” arbeiten wir schon seit Jahren zusammen. Nicht nur, weil uns die gleichen Werte verbinden, sondern auch, weil wir ihre Art Reisen zu gestalten, einfach super finden - und das aus eigener Erfahrung: Jochen, Michi und Irina waren nämlich schon mit ihnen unterwegs. Was uns besonders gefällt: die persönliche Beratung (und die Geduld) der Expert*innen, die ihr Land wie ihre Westentasche kennen, die kleinen, authentischen Unterkünfte, der 24/7 Support und die Zusammenarbeit mit lokalen Guides, die die Reise wirklich unvergesslich machen. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir unsere Reisen Reisen-Reise nach Japan unbedingt gemeinsam mit “erlebe” anbieten wollten.
Beim Tag der offenen Tür am 7. und 8. November in Krefeld hast Du die Möglichkeit, die Reisespezialisten und die Angebote persönlich kennenzulernen. Mehr als 10.000 Menschen gehen jedes Jahr mit “erlebe” auf Reisen und kehren begeistert zurück. Und Du vielleicht auch bald?
Lieblingsbücher für kalte Tage
Roadtrips - lieben wir! Diese Bücher nehmen Dich mit auf außergewöhnliche Reisen, bei denen Du eigentlich nur eins willst: Weiterlesen!
Drei auf Reisen
Als seine geliebte Ehefrau Connie ihn verlassen will, fällt Douglas aus allen Wolken. Letzte Chance, um sie zurückzugewinnen: die immer wieder verschobene Europareise, die einfach perfekt werden muss. Trotz akribischster Planung hat Douglas jedoch mit jeder Menge Unvorhergesehenem zu kämpfen. Aber - Spoiler - am Ende ist es nicht die perfekte Reiseplanung, mit der er Connies Herz zurückerobert. Ein so lustiger, bewegender, unfreiwillig komischer Roman über das Reisen und die Liebe - oder die Liebe auf Reisen.
Der Salzpfad
Nach einer wahren Begebenheit: Nachdem sie ihr Zuhause verloren haben, wandern Raynor und Moth den South West Coast Path - 630 Meilen entlang der Küste Cornwalls. Ein raues und unglaublich schönes Buch, das einem das Gefühl gibt, selbst mitzulaufen. Wurde auch verfilmt!
Der große Trip
In einer existentiellen Krise und ohne jede Erfahrung läuft Cheryl Strayed (verfilmt mit Reese Witherspoon) den Pacific Crest Trail und muss sich dabei mit Themen wie Verlust, Neuanfang und der Frage beschäftigen, wer sie in Zukunft sein möchte. Ein ehrliches, intensives Buch, das bei mir lange nachgewirkt hat.
Tschick
Zwei Jungs, ein geklauter Lada und eine Reise ohne Plan – mehr braucht es nicht für den perfekten Roadtrip! Die Außenseiter Tschick und Maik könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch begeben sie sich an einem heißen Sommertag auf eine gemeinsame Reise. Ein Gute-Laune-Buch über Freundschaft, Erwachsenwerden und das Glück, einfach loszufahren. Wurde ebenfalls verfilmt!
Auf allen Vieren
Dieses Buch ist eigentlich ein Anti-Roadtrip, denn die Protagonstin - eine mittelmäßig berühmte Künstlerin - kommt auf ihrer Reise nach New York nur ein paar Kilometer weit. An der Tankstelle verliebt sie sich in den Mann, der ihre Autoscheibe sauber macht und mietet sich spontan in einem nahegelegenen Motel ein. Dort richtet sie sich häuslich ein und erfindet sich neu. Grotesk, liebenswert und voller Überraschungen!
“Schau ma mal, dann seh ma scho.“
Österreichische Redensart
Wir hoffen, du hattest Spaß! Wenn du noch ‘nen Moment hast, empfiehl uns und diesen Newsletter gern weiter. 💚
Empfehlungen ohne Kennzeichnung sind redaktionell und unbezahlt. Bezahlte Kooperationen kennzeichnen wir ausdrücklich.
© 2026 Reisen Reisen - der Podcast. Alle Rechte vorbehalten.
https://www.reisenreisen.info | news@reisen-reisen-der-podcast.de
Impressum | Datenschutz







Ich lese diese Berichte so gerne und überlege jedesmal, warum ich noch nie alleine gereist bin. Aber die Frage in dem Text: Was ist das Schlimmste, das passieren kann?, macht die Entscheidung eigentlich ganz einfach. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich erkennen: Ich sollte einfach mal Rucksack packen und losfahren. Es wird nichts Schlimmes passieren und ich werde auf jeden Fall neue Erfahrungen machen.